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„Der einzige Weg ist der Glaube an die Revolution, der identisch ist mit dem Glauben an das Königreich, oder genauer: an das Reich Gottes." Ernesto Cardenal

Welche Faszination übt das Martyrium aus, dieses Sterben für eine Idee? gibt es einen Zusammenhang zwischen moralischer Empörung, Hass und Gewaltbereitschaft? 1982 geht Michael N. als werdender Jesuiten-Missionar nach Bolivien. Sieben Jahre später sprengt er in La Paz ein Kennedy-Denkmal und verübt ein Attentat gegen eine Kaserne der Marines, bei dem ein Soldat getötet wird. Und er entführt als Kommandant einer militanten Einheit in einer selbstmörderischen Aktion den Coca Cola-Chef Boliviens. Kaum 10 Jahre später tritt in Europa eine neue Generation mittelständischer, gebildeter, idealistischer junger Männer auf den Plan, die es bitter ernst meinen im Kampf gegen den Kapitalismus. Auch sie empfinden tief religiös. Diese Islamisten sind im Westen geboren, sie kämpfen in Afghanistan, im Irak und inmitten der westlichen Städte, aus denen sie stammen. Der Film folgt den Spuren Michaels, der als revolutionärer Märtyrer in der Gefolgschaft des Gekreuzigten starb, und fragt nach den Beweggründen junger Männer, die für eine politische oder religiöse Ideologie in den Tod gehen.

 
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