Faustrecht ist eine Langzeitbeobachtung von zwei gewalttätigen Jugendlichen. Die beiden Regisseure beobachteten Tim und Gibran von ihrem 16. bis zu ihrem 18. Lebensjahr. Tim ist ein introvertierter Jugendlicher, der zu unkontrollierten Gewaltausbrüchen neigt. Der Film zeigt ihn auf seiner Odysee durch Anstalten und Pflegefamilien.
Gibran hingegen ist ein extrovertierter Charmeur, der Gewalt einsetzt, um seine Ziele zu erreichen. "Ich schlage jeden, der geschlagen werden will, egal ob Mann oder Frau" (Zitat Gibran). Er verbüsst seine Haftstrafe in einer geschlossenen Anstalt, wo er massiv mit seinem Gewaltverhalten konfrontiert wird. Der Film wagt einen Blick hinter die Gewaltstatistiken, auf jugendliche Täter, die zugleich auch Opfer ihrer selbst sind.